Hochgeladen von Clipmania
CLIPMANIA besucht Videokünstler Lasse Gjertsen, dessen Musik-Clips im Internet Kult sind, obwohl er überhaupt kein Instrument beherrscht, macht sich mit Webreporter Jörg Buschka auf die Suche nach kleinen Geschichten in deutschen Vorstädten und lässt sich von alten Super 8-Filmen faszinieren. Auf neuen Wegen - Ein Norweger macht ungewöhnliche MusikvideosLasse Gjertsens Musik-Clips sind im Internet Kult – und das, obwohl er überhaupt kein Instrument beherrscht. Sein bekanntestes Musikvideo „Amateur“ hat er allein mit schnellen Bild- und Tonschnitten produziert – mit mehr als 1000 Schnitten in drei Minuten Video. Der Norweger gehört zu den produktivsten Clip-Machern im Internet und deshalb hat CLIPMANIA den Videokünstler in seiner Heimat besucht.
Der Norweger arbeitet täglich an seinen Videos. Die Bandbreite seiner Filme reicht vom Morphing-Video bis hin zum Kurzfilm, in dem er selbst seinen Schatten verfolgt.
Lasse Gjertsen vermeidet Zwänge, so gut er kann. Das Nötigste verdient er mit gelegentlichen Kleinaufträgen. Bei aller Unbekümmertheit – von Zeit zu Zeit arbeitet er wie ein echter Profi – für Profis. Der italienische Weltklasse-Cellist Giovanni Sollima bestellte beispielsweise einen Clip bei ihm. Auf Geschichtensuche - Ein Internet-Reporter entdeckt das Abenteuer Alltag in DresdenEr ist auf der Suche nach dem wahren deutschen Leben: Videoreporter Jörg Buschka. Mit Freund und Kameramann Jan Vogel reist er quer durch Deutschland. Was er auf seinen Tagesausflügen erlebt, zeigt Videoreporter Jörg Buschka in Videos auf seiner Internetseite. Wer glaubt, dass deutsche Städte und ihre Bewohner langweilig sind, der hat Jörg Buschkas Reportagen noch nicht gesehen.Jörg Buschka entdeckt für seine Zuschauer Menschen und ihre Geschichten. Er spricht mit den Leuten, die ihm begegnen – und das ganz ohne Drehplan. Der Zufall entscheidet, was gefilmt wird.
Die Vororte sind sein Revier. Jörg Buschka will beweisen, dass es dort, wo nichts los ist, viel zu entdecken gibt - man muss nur lange genug suchen. Alltagsgeschichten sind sein Metier. Sein Credo: es gibt keine langweiligen, alltäglichen Sachen. Alles zwischen Liebe und Tod findet potentiell in deiner Nachbarschaft statt.
In über 20 deutschen Städten war er schon als Videoreporter unterwegs. Auf seiner Internetseite gibt es wöchentlich neue Episoden, vier pro Stadt. Anfang 2008 wurde er zusammen mit seinem Kameramann Jan Vogel in der Kategorie Online für den deutschen Medienpreis "Goldener Prometheus" nominiert. Momentan gibt es Verhandlungen über eine Fernsehsendung. Bis es wirklich soweit ist, zieht das Zwei-Mann-Team tapfer weiter von Stadt zu Stadt, quer durch Deutschland.Auf Super 8 - Ein Berliner Friseur sammelt die alten Urlaubsfilme seiner KundenJede Menge Super 8 Filmrollen lagern noch in deutschen Wohnzimmerschränken und Abstellkammern. Schmalfilme mit der Silberhochzeit, dem ersten Urlaub an der Adria oder dem Ausflug in die Sächsische Schweiz. Es gibt Menschen, die sind auch heute noch fasziniert von den alten Filmrollen, vom Rattern des Projektors und den rotstichigen Farben.
Der Berliner Thomas Mützel hat gesammelt, was andere vor Jahrzehnten gefilmt haben. 300 Stunden Super-8-Film hat er gesichtet und am Computer zu einer Collage zusammengeschnitten. Herausgekommen ist "Die Urlaubsrolle" - ein Dokumentarfilm über die Deutschen und das Reisen.
Eigentlich schneidet Thomas Mützel Haare und nicht Filme. In seinem Friseursalon in Berlin-Schöneberg beginnt auch die Geschichte der Urlaubsrolle – und das eher zufällig.
Denn Thomas Mützel hat seit vielen Jahren nicht mehr richtig Urlaub gemacht und irgendwann begannen Kunden, die wussten, dass er sich für alte Filme interessiert, ihm ihre Super 8 Filme zu schenken. Immer mehr Material kam zusammen und Thomas Mützel begann, sich die Filme abends anzuschauen und daraus am Computer einen Dokumentarfilm zu schneiden. Die Urlaubsrolle wartet noch auf einen Verleih, aber ein Mal wurde sie bereits in einem Berliner Kino aufgeführt und alte Urlaubsfilme kamen auf der Leinwand groß raus. Auf Papier und Wänden - Künstler entdecken die Videoplattformen für sichFür viele talentierte Menschen sind Videoportale vor allem eines: ein Sprungbrett zum Erfolg. Auch in der bildenden Kunst haben sie eine immer größer werdende Bedeutung. Manche Künstler nutzen sie sogar als Galerie. Das funktioniert vor allem dann, wenn die Videos selbst zu Kunstwerken werden.Ein Beispiel: die Zeichnungen des Schweden Kristofer Ström. Er malt mit einem Stift auf Papier oder eine weiße Tafel und animiert daraus Videoclips.
Bis zu 40 Stunden arbeitet der Künstler an zwei Minuten Film. Einen großen Plan hat er nicht. Er malt das, was ihm in den Sinn kommt - auf ein Blatt Papier oder eine weiße Tafel. Geschichten will er nicht erzählen. Es ist die ständige Veränderung, die ihn fasziniert. Kristofer Ström hat es mit seinen Videoclips zur eigenen Firma gebracht. Die Auftragsbücher sind voll, sechs Mitarbeiter helfen ihm beim Entwerfen der Animationen. Sein neustes Projekt: Clips für ein schwedisches Fernsehmagazin.