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Rupert Stadler hat einen der prestigeträchtigsten Posten in der deutschen Automobilindustrie: der 45-Jährige ist seit Anfang 2007 Vorstandsvorsitzender von Audi. Der Betriebswirt und ehemalige Finanzvorstand hatte zu Beginn einige Mühe, nicht nur als nüchterner Zahlenmensch, sondern auch als Auto-Enthusiast wahrgenommen zu werden.Im Jahr 1990, mit 27 Jahren, war er bei Audi eingestiegen - als Controller im Marketing und im Vertrieb. Den wohl entscheidenden Karriereschritt machte Stadler, als Ferdinand Piëch - damals noch Vorstandsvorsitzender von VW - ihn 1997 zum Leiter seines Generalsekretariats berief. Stadler liebt Diskussionen und scheut keine Provokation - mitten in der Klimadebatte lieferte Audi mit dem R8 seinen ersten Sportwagen an die Kundschaft aus. Und auch in der Krise macht er keine Kompromisse, hat seinen Mitarbeitern Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2011 zugesagt und will Audi bis 2015 zur attraktivsten Premium-Marke entwickeln. Ein Portrait von Manuela Kasper-Claridge.