Hochgeladen von Politik Direkt
In Wahlkampfzeiten wären das die denkbar schlechtesten Nachrichten: In Deutschland steigt die Arbeitslosigkeit rasant. Die große Koalition tut alles, um diesen Schlagzeilen vorzubeugen. Zum Beispiel mit dem Instrument der vom Staat mitfinanzierten Kurzarbeit. Dabei übernimmt die Bundesagentur für Arbeit bis zu 67 Prozent des Nettolohns, derzeit für maximal 18 Monate. Die Vorteile: Die Betriebe müssen ihren Fachkräften nicht kündigen, die sie bei besserer Auftragslage wieder dringend benötigen. Die Kurzarbeiter werden nicht zu Almosenempfängern und können sich auch noch fortbilden. Das deutsche Kurzarbeitermodell ist ziemlich einzigartig, soll nun auch in anderen europäischen Ländern eingesetzt werden. Und auch hier soll es jetzt noch ausgedehnt werden; so will es der SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz. Wir zeigen, woher die Grundidee für das Kurzarbeitergeld kommt, und wie sie funktioniert. Wir porträtieren die "Berliner Glas", einen mittelständischen Betrieb, in dem kurzgearbeitet wird und diskutieren, ob es sinnvoll ist, dass der Staat sich in den Arbeitsmarkt einmischt.